Anfang Dezember 2010 hatte ich die Rotweine von Herdade dos Grous unter die Lupe genommen. Heute ist nun der weiße Reserva aus dem Jahrgang an der Reihe.

Mittleres Gelb mit deutlichen, grünen Reflexen.

In der Nase dominieren derzeit die Aromen des Barriqueausbaus, wie Toffee, Vanille, Milchschokolade. Von der Fruchtseite kommen Noten von reifer Banane, gedörrter Aprikose und ein wenig exotisch Frucht hinzu. Vor allem wenn der Wein etwas Luft bekommen hat, gewinnt die Frucht überhand.

Am Gaumen cremig-schmelzig, weich. Wie eine Praline, die auf der Zunge zergeht. Eine feinwürzige Note gesellt sich zu den reifen Frucht- und Röstaromen. Der Alkohol ist erstaunlich gut eingebunden, und das will bei 14,5% schon was heißen.

Es ist wieder ein Wein der Herdade dos Grous, der sowohl nach Luft, wie auch nach einer Speisenbegleitung förmlich schreit. Bei der Kraft des weißen Reservas, kann ich ihn mir gut zu reifem Käse und Pasta mit einer kräftig-würzigen Sahnesauce vorstellen. Aber auch helles gebratenes oder noch besser gegrilltes Fleisch wird mit seinen Röstaromen gut harmonieren.

Als Rebsorten sind Antão Vaz, Verdelho und Viognier angegeben, die in neuer französischer Eiche vergoren und auf der Hefe ausgebaut wurden.

Publiziert am von Peer F. Holm

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