Kürzlich rief das Weingut St. Antony aus Nierstein ganz im Sinne des “Mit-mach-webs” zu einem Pre-Tasting zweier Weine aus dem Jahrgang 2009 auf. Tolle Idee, die ich gerne dazu nutze, das Weingut einmal in flüssiger Form kennen zu lernen.

Hier nun meine persönlichen Eindrücke:

2009 “Bodenschatz” Riesling QbA trocken, 12,5%

Helles Gelb mit leicht grünen Reflexen.

In der Nase reifer, gelber Apfel, Pfirsich, feiner Honig. Ergänzt durch würzig-mineralische Noten.

Am Gaumen ein saftiger Auftakt. Klare Frucht. Lebendige Säure die gut eingebunden ist. Vielleicht noch etwas jugendlich-hakelig, aber in 2-3 Monaten wird sich das gelegt haben. Der Wein bleibt angenehm lange am Gaumen und zeigt ein Spiel von fruchtigen und würzigen Noten, wobei es die Frucht ist, die das Finale prägt. Der Wein macht mir Lust auf das zweite Glas.

2009 Rosé QbA trocken, 12%

Lachsrosa mit einer Spur CO2.

In der Nase frische Beerenfrucht. Erdbeere, etwas Himbeere, dezent Orangenblüte.

Am Gaumen ein spritziger Auftakt mit einem Hauch CO2. Die Frucht versteckt sich noch ein wenig. Mit etwas mehr Luft ergänzt eine zarte Kirschnote das Aroma. Schlanker, fast filigraner und vor allem nicht aufdringlicher Typ. Auch hier merkt man die noch etwas ungelenke Jugendlichkeit, aber bis wir hier die ersten sommerlichen Tage haben werden, wird sich dies gelegt haben. Glaube ich.

Für mich ein idealer Sommerwein. Nicht nur leicht vom Geschmack, sondern auch vom Alkohol her. Und das, wo ich doch gar kein Rosétrinker bin. Eigentlich …

Zusammengefasst also ein gelungenes Kennenlernen. Weine die (mir) Spaß machen, modernes Marketing, klares Design, praktischer Schrauber und ganz “nebenbei” auch noch Bio (bzw. in der Umstellung). So schätze ich es: der Wein überzeugt an sich und das Biosiegel steht im “Kleingedruckten”. Bio ist einfach das Tüpfelchen auf dem i.

Auf diesem Wege bedanke ich mich bei Florian Jungbauer und Felix Peters für diese erfrischende Idee und die Verkostungsmuster! Weiter so. Sowohl von der Kommunikation, wie auch vom Wein her.

Publiziert am von Peer F. Holm

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