Rebsortenbuch Spanien

Rebsortenbuch Spanien

Die weißen und roten Rebsorten Spaniens

Spanien ist ein wahres Eldorado für autochthone Rebsorten. Die Vielfalt ist einzigartig.

Vermutlich verstecken sich hinter der Vielzahl von Synonymen oftmals gleiche Rebsorten. Diese regionalen Eigenheiten zu durchschauen ist fast unmöglich und bedarf aufwändiger Recherchen. Mafred Zaddach versucht, mit diesem kleinen Büchlein einen Beitrag zur besseren Kenntnis der Rebsortenvielfalt zu leisten.

Es war nicht einfach, Einzelheiten über die regionalen Spezialitäten in Erfahrung zu bringen. Aber ich wünsche mir, dass die Ansätze, alte Rebsorten wieder zu fördern und züchterisch zu bearbeiten Erfolg haben.

Es trägt dazu bei, dass die Eigenständigkeit einzelner Regionen erhalten bleibt. Natürlich zeigen internationale Reben auch hier ihr Leistungsspektrum mit Erfolg.

Das Buch hat das Format 10×21 cm, hat keine Fotos und ist mit der praktischen Ringbindung zum besseren Umklappen gebunden.

Preis je Buch: 14 € inklusive Mehrwertsteuer (frei Haus in Deutschland)

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Leseprobe

ALBARIÑO
Synonyme: Alvarinho, Azal Blanco,  Albarinyo (Pontevedra – Galizien)
Herkunft:
Bereits seit dem 18. Jahrhundert in Galizien heimisch. Die genaue Herkunft ist ungewiss. Es gibt verschiedene Versionen:
Im 11. Jahrhundert hat Raimond de Bourgogne die Reben eingeführt. Er weilte oft und gerne mit seiner Gemahlin, der Königin Doña Urraca von Kastilien in den Thermen von Caldas de Reis (Provinz Pontevedra in Galizien). Im 12. Jahrhundert brachten Mönche von Cluny die Reben mit ins Val de Salnés und haben zur Weiterverbreitung vom Kloster Armenteira beigetragen. Oder haben deutsche Mönche im 17. Jahrhundert haben auf ihrer Reise zum Schrein des Heiligen Jakobs in Santiago de Compostela die Reben von der Mosel oder dem Rheingau mitgebracht?
Verbreitung: Galizien (Rías Baixas, Ribeiro, Ribeira Sacra, Betanzos, Peninsula de Morrazo), Valencia
Weine:
In der Farbe blass bis goldgelb. Eingängiges Bukett nach frischen Äpfeln und Anklängennach Pfirsich, Heu und Minze. Sehr frisch mit einer prickelnden, anregenden Säure. Gut strukturiert am Gaumen, seidig und vielschichtig. Gradlinig, schlank und wohlschmeckend.

MENCÍA
Synonyme: Cabernet, Medoc, Mencía Pequeña, Mencía Negra, Negra
Herkunft: Als „Heimat“ gilt das Anbaugebiet El Bierzo. Hier bedeckt sie 65% der Rebfläche.
1.Version: Vermutlich haben die Pilger des Jakobsweges die Rebe mitgebracht. Hier werden nachweislich seit dem 9. Jahrhundert Rotweinreben von den Klöstern angebaut. Dadurch liegt die Vermutung nahe, dass es sich um eine Mutation des Cabernet Franc handelt. Noch heute gibt es alte unveredelte Rebstöcke aus dem letzten Jahrhundert, die die Reblauskatastrophe überstanden haben.
2.Version: Nach der Reblauskatastrophe wurde die Cabernet Franc zufällig hier heimisch. Sie soll nach Angaben von José A. Iglesias 1884 über Katalonien durch die beiden Landwirte Darío Fernández Crespo und José Núñez in das Gebiet gekommen sein. Hier in dem atlantischen Klima hat sie sich positiv weiterentwickelt und ist so zu einer eigenständigen Rebsorte geworden.
Verbreitung: Kastilien-León (El Bierzo), Galizien (Monterrei, Rías Baixas, Ribeiro, Valdeorras, Ribeira Sacra), Kantabrien (Liébana), Asturien (Cangas de Narcea), Valencia
Weine: Rubin- bis kirschrot in der Farbe, bisweilen dunkles Violett. Im Bukett nach Brombeeren, Pflaumen und Lakritz. Geschmackvoll, samtig, mit verhaltener Säure, manchmal etwas  kurz im Abgang und leicht.
Weine aus alten Reben entfalten Aromastoffe von Trockenobst (Rosinen, Datteln) und haben einen etwas süßlichen Abgang mit einer guten Lagerfähigkeit.
Traditionell wurde den Weinen etwas Alicante zugefügt um die Farbe zu verbessern.

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