Rebsortenbuch Frankreich

Rebsortenbuch Frankreich

Die weißen und roten Rebsorten Frankreichs

Wein ist ein Geschöpf der Sonne und der Erde, doch nur mit des Menschen Hilfe hat er das Licht der Welt erblickt.

Wein war schon den ältesten Zivilisationen bekannt, wahrscheinlich kommt er aus Persien. Während der Eroberungszüge sorgten die Römer für die Ausbreitung der Weinreben, sie trieben die Weinkultur in ganz Gallien voran.

Im Laufe des ersten Jahrhunderts im Rhônetal, im zweiten Jahrhundert im Burgund, im dritten Jahrhundert im Loiretal und im vierten Jahrhundert in der Champagne und an der Mosel.

Es gibt einige tausend Rebsorten, die zur europäischen Gattung der „Vitis vinifera“ gehören. Die Rebsorten jedoch, aus denen die großen französischen Herkünfte bereitet werden, sind auf ca. 140 begrenzt. Jede Rebsorte hat ihre besonderen Eigenschaften, die eine optimale Anpassung an Boden und Klima ermöglichen.

Die wichtigsten finden Sie in diesem Buch.

Das Buch hat das Format 10×21 cm, hat keine Fotos und ist mit der praktischen Ringbindung zum besseren Umklappen gebunden.

Preis je Buch: 14 € inklusive Mehrwertsteuer (frei Haus in Deutschland)

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Leseprobe

AUXERROIS
Synonyme: Auxera, Auxerrois Blanc de Laquenexy, Auxerrois blanc, Auxios, Blanc de Kienzheim, Pinot Auxerrois
Herkunft: Höchstwahrscheinlich die ehemalige Grafschaft Auxerrois im Burgund, die zwischen dem Nordburgund und der Champagne, lag. Davon ist auch der Name abgeleitet. Erforscht wurde diese frühreife Rebe bereits vor 1914 in der Weinbaustation Laquenexy bei Metz von ihrem Direktor Wanner. Spätere Forschungen folgten an der Anstalt in Colmar. Heute weiß man durch DNA, dass es sich um eine Zufallskreuzung von Pinot x Gouais Blanc (Weißer Heunisch) handelt und somit eine Verwandtschaft zum Chardonnay gegeben ist, die Pierre Galet noch Ende des 19. Jahrhunderts geleugnet hat.
Das Synonym Auxerrois für die Malbec oder Côt im Süden hat nichts mit der weißen Rebsorte zu tun!
Verbreitung: Bourgogne (Chablis), Alsace, Franche-Comté (Jura), Loiraine (Vosges/Côtes de Toul), Pays-de-la-Loire
Weine: Strohfarben mit grünlichen Reflexen. Körperreich und rund, mit einer ausgeglichenen Säure. Dezentes Bukett (etwas ausgeprägter als bei Pinot Blanc) mit einer feinen Art.

FER
Synonyme: Arech (Aquitaine/Gascogne), Arrouya, Bequignaou, Bequignol, Bois Droit, Couahort, Fer Noir, Fer Servadou, Ferre, Mansois, Pinenc (Aquitaine/Pyrénées-Atlantiques/Madiran), Braucol, Brocol, (Midi-Pyrénées/Tarn/Gaillac), Caillaba, Caillabas (Aquitaine/Pyrénées-Atlantiques), Chalosse Noir, Estronc, Ferre (Aquitaine/Landes/Gascogne), Folle Rouge, Hère*, Herrant*, Petite-Hère* (nach Levadoux*), Herre (Languedoc-Roussillon), Mansois, Saumoniés (Midi-Pyrénées/Aveyron), Noir Brun, Pienc* (nach Pulliat*), Pinenc (Aquitaine/Landes/Tursan), Plant de Fer (Aquitaine/Dordogne/Lavilledieu), Queufort (Midi-Pyrénées/Gers), Saumancès, Veron (* Rebforscher)
Herkunft: Einheimische Rebsorte aus dem Südwesten, wobei auch Spuren an der Gironde zu finden sind. Der Name bedeutet Eisenhärte und bezieht sich auf das harte Rebholz, nicht auf den Wein. Bis ins 19. Jahrhundert wurde er oft mit dem Béquignol verwechselt. Vermutet wird eine Verwandtschaft zum Cabernet.
In der AOC Marillac um die Stadt Rodez (ca. 100 km östlich von Cahors) sind 90% der Fläche mit dieser Rebsorte bestockt.
Verbreitung: Aquitaine (Lot-et-Garonne, Pyrénées-Atlantiques), Midi-Pyrénées (Aveyron/Marcillac, Gers, Haute Garonne, Tarn, Tarn-et-Garonne)
Weine: Tiefes rubinrot in der Farbe. Würzig mit einem den Trauben eigenen Duft. Ursprünglich in seiner Art, kräftige Konzentration mit einer interessanten Rauchigkeit und einem Hauch nach Rhabarber.

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