Vor etlichen Jahren hatte ich einmal die Möglichkeit diese Kellerei zu besuchen. In der Nähe der andalusischen Stadt Ronda gelegen. Steiniges Land direkt in der Subzone “Serrenía de Ronda” auf gut 700 m Höhe. Ein sagenhafter Ausblick. Man kann fast das Mittelmeer sehen. Fast.

RamosPaul2005Im Glas präsentiert sich der Wein tiefdunkel. Purpur bis Violett-Schwarz.

In der Nase wilde Kräuter. Thymian, Rosmarin, ätherische Noten. Dann dunkle Fruchtaromen. Dörrpflaume, Datteln. Etwas Rauchig. Kakao. Aber im großen und ganzen noch eher verschlossen. Mit der Zeit im Glas öffnet sich der Wein.

Am Gaumen ein Wechselspiel zwischen Frucht und Würze, zwischen forderndem Tannin und vitaler Säure. Obwohl die Hauptrebsorte Tempranillo ist, wird der Geschmack vom Cabernet- und Syrah-Anteil dominiert. Die Lagerung in neuen Allier-Barriques ist spürbar, aber im positiven Sinne. Der Wein wirkt verschlossen und komplex.

So hatte ich ihn auch in Erinnerung: kraftvoll, kompakt, fast jugendlich. Ein Tropfen, welcher den Trinkenden fordert. Nichts zum “eben mal so” trinken. Spontan stelle ich mir etwas gegrilltes dazu vor, bei dem die Röstaromen sich mit der Würze des Weines austauschen.

Website des Weingutes: www.ramos-paul.com

Publiziert am von Peer F. Holm

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