Monatsarchive: Juni 2010
Garnacha-Tour #3
Nach einer ausführlichen Tour mit René Barbier und leider viel zu kurzen Probe,
wurden wir auf dem Weingut von Álvaro Palacios empfangen. Als erstes wurden wir zur Einzellage L’Ermita gefahren, um dort einen Einblick über die Besonderheit dieser
Lage zu bekommen. Eine Steillage mit größtenteils alten Garnachareben auf dem typischen Licorella-Schieferboden. Maschinen kommen hier nicht durch. Handarbeit ist angesagt. Wie bestellt kam dann auch noch das Maultier zur Bodenbearbeitung zum Vorschein.
Mit René Barbier im Priorat und Montsant – Garnacha #2
Das Programm des ersten Tages hat viel versprochen …
… und noch einige weitere Überraschungen parat gehabt.
Gleich morgens wurden wir von René Barbier empfangen, ReneBarbier im Autoder uns als erstes in die Weinberge seines neuen Projektes “Espectacle” entführte. Auf der Fahrt hat er viel über die Vergangenheit der Region berichtet und uns atemberaubende Ausblicke in die Regionen Priorat und Montsant eröffnet. Zudem hat er uns seine Arbeitsweise erläutert. Das Gleichgewicht der Natur halten, auf die Biodiversität achten und die Familientraditionen fördern. “Wenn Du einen ordentlichen Weinberg siehst, ist er mit Sicherheit nicht von mir.” fasst René Barbier seine Sichtweise prägnant zusammen. Der Weinberg “Espectacle” ist ebenso Spektakulär wie der Name vermuten lässt. Eine Steillage mit kleinen Terrassen in Form eines Amphitheaters.
Die Facetten der Rebsorte Garnacha #1
Fünf Tage, fünf DOs, eine Rebsorte. So könnte man die heute beginnende Reise nach Spanien kurz zusammenfassen. Zu kurz meine ich, denn für Spannung ist gesorgt. Wie präsentiert sich die bis in die 90er Jahre meistangebaute Rotweinrebsorte aus den verschiedenen Regionen, den unterschiedlichen Böden, Höhenlagen und Kleinklimata? Die Tour wird die Regionen Priorat, Montsant, Calatayud, Campo de Borja und Rioja einschließen. Tradition und Moderne, Klassiker und Newcomer, auf jeden Fall Typen.
2009 Scheurebe feinherb, Clemens Honrath, Nahe, 13%
Blassgelb mit grünen Reflexen.
Facettenreich in der Nase. Mirabelle, Aprikose, florale Noten, dann etwas Lavendel und Akazienblüte. Mit zunehmendem Lufteinfluss öffnet sich die Nase und wird ergänzt durch Grapefruit, Orangeat, Feige und etwas Dörrobst. Spannend, ohne laut zu sein.
Am Gaumen ein sehr saftiger Auftakt mit einem Hauch erfrischender Kohlensäure. Die lebhafte Säure steht in Gleichgewicht zur feinherben Fruchtsüße. Das Aromenspiel der Nase bestätigt sich am Gaumen. Hinzu kommen noch Nuancen von Kiwi und Stachelbeere. Die 13% Alkohol sind sehr gut eingebunden und erscheinen eher aufgerundet zu sein.




