Monatsarchive: September 2009
Marqués de Rodil Especial Palo Cortado, Hidalgo, Jerez, 18%
Mal etwas ganz ungewöhnliches.
Schwere Flasche, normaler Kork (kein Griffkork, wie sonst meist beim Sherry).
Helles Bernstein in der Farbe mit goldenem Einschlag.
In der Nase zunächst Walnuss, Mineralik, fast jodig, Trockenobst, getrockneter Pfirsich, Orangeat, etwas heller Tabak und Leder, etwas rauchige Noten. Vielfältig, spannend.
Am Gaumen trockener Auftakt, Nuss, Walnuss, Mineralik, salzig. Komplex und trotzdem eher schlank.
Langer Abgang. Alkohol sehr gut eingebunden.
Das ist was für Sherry-Liebhaber. Weg vom Einheitsbrei, hin zum Individuellen.
Wein spricht deutsch & Hellowein-Party
Im Kölner “Essers Gasthaus” kündigt sich ein kulinarischer Herbst an.
Nie um gute Ideen verlegen gibt es vom Österreich-Duo in der Zeit vom 1. bis zum 31. Oktober ein Herbstmenü unter dem Titel “Wein spricht deutsch”. Sowohl von den Gerichten, wie auch von den Weinen gibt es eine Rundreise durch Deutschland.
Zur Erklärung sei erwähnt, dass sowohl Andreas Esser, der uns die Köstlichkeiten bereitet, wie auch seine Frau Iris Giessauf, die uns das Ganze beschert, aus Österreich stammen und dem heimatlichen Wein und der Küche sehr verbunden sind. Absoluter Tipp ist beispielsweise das sonntägliche Wiener Schnitzel. Für mich das beste original Wiener Schnitzel in und um Köln!
Iberia? Besser nicht …
Ein Erlebnisbericht über den sogenannten Service bei der Fluggesellschaft IBERIA.
Wie viel kann eigentlich bei einer 4-tägigen Reise mit 2 Flügen schief gehen wenn man mit Iberia reist? Aus aktueller Erfahrung kann ich nur sagen: ganz schön viel …
Hinreise von Frankfurt via Madrid nach Pamplona. Da der Flieger nach Frankfurt zu spät rein kam (wegen schlechten Wetters wurde uns gesagt), starteten wir mit einstündiger Verspätung. OK. Happens.
Weinhumor am Montag
Ein bisschen fies, …
… aber gut!
1949 Clos Champon-Ségur, AOC Loupiac, Desmerie-Reglat, 13,5 %
4 Stunden vorher dekantiert.
Kräftiges Bernstein. Klar.
Walnuss, feine Kräuter, etwas Thymian, Rosmarin, Trockenobst, Uvas pasadas (Rosinen aus Malaga), feines Leder, Zedernholz, helle Schokolade. Öffnet sich immer weiter im Glas und zeigt sich Stück für Stück facettenreicher. Heublume.
Die Süße ist noch erstaunlich präsent gepuffert von einer lebendigen Säure. Ölig am Gaumen, Kräuter, ätherische Noten, etwas Minze. Karamell. Die Rosine kommt wieder deutlich hervor. Sehr fein. Die Frucht ist eher im Hintergrund, kommt aber zum Vorschein. Etwas Orangeat, kandierte Früchte, Lebkuchengewürz. Kiefernholz.
2008 Potate! Riesling QbA, Würtz, Rheinhessen, 12,5%
Mensch. Der Würtz kann ja auch richtig kuschelig. So einen für Jeden. So einer mit dem man das tun kann, was auf dem Etikett steht: “Sauft!”
Helles Strohgelb mit grünen Reflexen (klar doch).
In der Nase recht fruchtbetont. Reifer Apfel, Pfirsich (vielleicht sogar aus der Dose). Dazu eine feine mineralische Würze. Sehr offenherzig.









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